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Gefässmedizin entsteht im Dialog: Ein Besuch im interdisziplinären Gefässkolloquium des Gefässzentrums

Mittwochmorgen, 7.30 Uhr in einem Sitzungszimmer im Spital Lachen. CT-Bilder auf dem Screen. Eine komplexe periphere arterielle Verschlusskrankheit, mehrere Vorerkrankungen, eingeschränkte Nierenfunktion. Am Tisch sitzen Ärztinnen und Ärzte aus Gefässchirurgie, Angiologie, Radiologie, Nephrologie sowie – je nach Fragestellung – weiteren Disziplinen. Unterschiedliche Perspektiven, ein gemeinsames Ziel: die bestmögliche individuelle Therapieentscheidung. So arbeitet das interdisziplinäre Gefässkolloquium des Gefässzentrums am Spital Lachen.
Martin Kaspar
Lesedauer: 2 Minuten

Struktur schafft bessere Entscheidungen

Gefässerkrankungen sind selten eindimensional. Kathetergestützt oder operativ? Konservativ oder kombiniert? Wie hoch ist das perioperative Risiko? Welche Bildgebung ist entscheidend?

Im Gefässkolloquium werden komplexe Fälle strukturiert vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Jede Disziplin bringt ihre Expertise ein – nicht nacheinander, sondern im gemeinsamen Dialog. Therapieoptionen werden abgewogen, Risiken transparent gemacht und Alternativen geprüft. Das Resultat ist eine dokumentierte, interdisziplinär abgestützte Empfehlung.

PD Dr. med. Zoran Rancic, operativer Leiter des Gefässzentrums, betont:
«Das Gefässkolloquium stellt sicher, dass jede Patientin und jeder Patient nicht nur eine mögliche, sondern die fachlich am besten abgestützte Therapieempfehlung erhält.»

Mehrwert für Patientinnen, Patienten und Zuweisende

Für Patientinnen und Patienten bedeutet das: komplexe Gefässerkrankungen werden nicht aus einer einzelnen Perspektive beurteilt, sondern gemeinsam von mehreren spezialisierten Fachdisziplinen.

Für zuweisende Ärztinnen und Ärzte schafft das Board eine klare und transparente Entscheidungsgrundlage:

  • nachvollziehbare Therapieempfehlung
  • interdisziplinär abgestützte Beurteilung
  • rasche Rückmeldung
  • definierte Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner im weiteren Verlauf

Gerade bei Patientinnen und Patienten mit mehreren Begleiterkrankungen oder komplexen Gefässerkrankungen schafft das zusätzliche Sicherheit – medizinisch wie organisatorisch.

Regionale Versorgungsqualität stärken

Mit dem weiteren strukturellen Ausbau unter der operativen Leitung von Dr. med. Zoran Rancic leistet das Gefässzentrum am Spital Lachen einen wichtigen Beitrag zur regionalen Gefässversorgung.

Zwischen den grossen spezialisierten Zentren in Luzern, Zürich, St. Gallen und Chur besteht ein klarer Bedarf an hochqualifizierter, interdisziplinär abgestützter Gefässmedizin in erreichbarer Nähe.

Das Gefässzentrum am Spital Lachen schliesst diese Lücke und gewährleistet eine wohnortsnahe Versorgung auf hohem fachlichem Niveau – mit klar definierten Behandlungspfaden und enger Zusammenarbeit innerhalb der Versorgungsregion.

Qualität entsteht dort, wo Expertise gebündelt und Entscheidungen gemeinsam getragen werden.

Interdisziplinär denken. Gemeinsam entscheiden.

Komplexe Gefässfälle können im interdisziplinären Gefässkolloquium besprochen werden.

Zuweisende Ärztinnen und Ärzte erreichen uns über das Sekretariat des Gefässzentrums. Wir koordinieren die Fallanmeldung und sorgen für eine zeitnahe Rückmeldung.

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