Schmerzambulanz

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Unsere Schmerzambulanz ist auf die Abklärung und Behandlung chronischer sowie komplexer Schmerzzustände spezialisiert. Mit langjähriger Erfahrung, interdisziplinärer Zusammenarbeit und individuell abgestimmten Therapien unterstützen wir Sie dabei, Schmerzen nachhaltig zu lindern und Ihre Lebensqualität zu verbessern. Wir nehmen uns Zeit – für eine kompetente Beratung, persönliche Begleitung und ganzheitliche Behandlung.

Unser Leistungsangebot

In unserer Schmerzambulanz am Spital Lachen behandeln und betreuen wir Menschen mit chronischen Schmerzen. Wir helfen Ihnen dabei, eine Linderung der Beschwerden und eine Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen. Unser ärztliches Team und speziell ausgebildete Schmerz-Pflegefachpersonen betreuen Sie individuell, kompetent und mit einem breiten Angebot an Therapieformen.

Unser Angebot auf einen Blick:

  • Ausführliches Erstgespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt sowie gemeinsame Festlegung der Therapieziele und eines individuell auf Sie abgestimmten Behandlungsplans.
  • Regelmässige Sprechstundentermine bei Ihrer betreuenden Ärztin bzw. Ihrem betreuenden Arzt, um das weitere Vorgehen zu besprechen und durchgeführte Therapien zu evaluieren.
  • Anpassung, Neubeginn und/oder Umstellung der Schmerzmedikamente (Basisanalgetika, Opioide, Antineuropathika, Cannabinoide, Low Dose Naltrexon etc.).
  • Behandlung mit TCM/Akupunktur: Ohrakupunktur, Körperakupunktur, Schröpfen/Tuina, Chinesische Kräuter.
  • Medizinische Hypnose
  • Intravenöse Medikamententestung und Infusionstherapie mit Lidocain und Ketamin.
  • TENS-Therapie (Transkutane Elektrische NeuroStimulation): Instruktion und Vergabe von Leihgeräten, Bestellung eigener Heimgeräte.
  • Behandlung mit Capsaicin-Pflaster (Qutenza®)
  • Interventionelle Schmerztherapie (nach SSIPM) unter Röntgen- oder Ultraschallkontrolle mit Infiltration und/oder Neuromodulation von Nervenwurzeln und peripheren Nerven, Facettengelenksdiagnostik und -thermoablation, epiduralen Infiltrationen etc.

Unser Team

Dr. med. Katharina     Niebler

Dr. med. Katharina Niebler

Oberärztin mbF, Leitung Schmerzambulanz
Dr. med. univ.  Manuela   Kaufmann

Dr. med. univ. Manuela Kaufmann

Oberärztin mbF
Dr. med. Rattha    Leng

Dr. med. Rattha Leng

Oberärztin mbF

Gut zu wissen

Chronische Schmerzen – was ist das?

Grundsätzlich sind Schmerzen ein wichtiges und nützliches Warnsystem des Körpers, das uns zeigt, wo es zu Verletzungen gekommen ist, wo wir Gelenke schonen sollten oder wo Nerven gereizt sind. Der Schmerzreiz entsteht im Gewebe und wird dann über das Rückenmark an das Gehirn weitergeleitet, wo er verarbeitet wird und wir ihn bewusst erleben.

Diese Art von akutem Schmerz kann sich aber verselbständigen und auch dann weiterbestehen, wenn der ursprüngliche Auslöser im Körper schon wieder weitestgehend behoben und abgeheilt ist. Dann funktionieren die Weiterleitung und Verarbeitung in Rückenmark und Gehirn nicht mehr richtig und verstärken zum Teil selbst noch die schmerzhafte Empfindung. Das bezeichnet man dann als chronische Schmerzen, welche eine eigenständige Krankheit darstellen.

Ganzheitliche Behandlung – warum?

Bei einer chronischen Schmerzerkrankung helfen oft die „normalen“ Schmerzmittel nicht mehr gut und die üblichen Behandlungsmethoden bringen keine oder nur wenig Verbesserung. Zunehmend kommt es zu Stress und Ängsten, sozialem Rückzug und Problemen am Arbeitsplatz. Dann sprechen wir vom „bio-psycho-sozialen Schmerzmodell“, weil die Schmerzen auch alle anderen Bereiche des Lebens beeinflussen. Hier ist eine ganzheitliche Herangehensweise gefragt, bei der nicht nur die körperlichen Ursachen und Symptome behandelt werden. Auch die Stimmung, das familiäre und berufliche Umfeld sowie die weitere Lebensplanung werden berücksichtigt, besprochen und soweit möglich und sinnvoll in die Behandlung miteinbezogen.

Multimodale Schmerztherapie – wie funktioniert sie?

Aufgrund der Besonderheit der chronischen Schmerzerkrankung werden im Idealfall mehrere Therapieformen gleichzeitig und in Abstimmung miteinander angewandt, um eine bestmögliche Linderung der Beschwerden zu erreichen. Dies bedeutet beispielsweise, dass die medikamentöse Therapie optimiert wird, gleichzeitig regelmässige physiotherapeutische Behandlungen stattfinden und ergänzend Akupunktur zum Einsatz kommt. Je nach individueller Situation kann zudem eine begleitende Psychotherapie sinnvoll sein. Ebenso können das selbstständige Anwenden von Entspannungstechniken oder Meditation zu Hause einen wertvollen Beitrag zur Schmerzbewältigung leisten. In bestimmten Fällen sind zusätzlich gezielte interventionelle Verfahren, wie Infiltrationen, oder die Planung einer stationären Rehabilitation angezeigt.

Zusammenarbeit im Netzwerk

Zusammen mit dem Team der Physiotherapie bieten wir eine Bewegungsgruppe für Schmerzpatientinnen und Schmerzpatienten an. Hier erhalten Sie verschiedene Informationen zu chronischen Schmerzen und lernen gemeinsam Entspannungsübungen, Atemtechniken, achtsame Körperwahrnehmung und neue Wege im Umgang mit den Schmerzen. 

Ausserdem arbeiten wir eng mit dem ärztlichen Team aus der Orthopädie/Traumatologie, Neurochirurgie, Rheumatologie und Neurologie sowohl hier im Spital Lachen als auch in externen Praxen und Kliniken zusammen, um Sie interdisziplinär bestmöglich zu betreuen. Bei Bedarf organisieren wir Zweitmeinungen durch andere Kliniken oder weitere Therapien (z.B. Psychotherapie, Osteopathie, Neuraltherapie).

Unsere Zertifizierung

Die Schmerzambulanz am Spital Lachen ist als SSIPM Pain Clinic B zertifiziert und besitzt den Status als Weiterbildungsstätte.

Häufige Fragen

Wann sollte ich mich an die Schmerzambulanz wenden?

Wenn Sie unter chronischen, anhaltenden oder schwer behandelbaren Schmerzen leiden, die Ihren Alltag beeinträchtigen – egal ob nach Operationen, bei Erkrankungen oder ohne klare Ursache.

Was bedeutet multimodale Schmerztherapie?

Eine Therapieform, die verschiedene Behandlungsansätze kombiniert: medizinisch, psychologisch und bewegungstherapeutisch – abgestimmt auf Ihre persönliche Situation.

Werden auch alternative Therapien angeboten?

Ja, wir beraten Sie auch zu komplementären Methoden wie Akupunktur oder anderen nicht-medikamentösen Verfahren – als Teil eines ganzheitlichen Behandlungskonzepts.

Brauche ich eine Zuweisung?

In der Regel ja. Eine Anmeldung erfolgt meist über Ihre Hausärztin, Ihren Hausarzt oder Ihre Fachärztin, Ihren Facharzt.

Wie oft muss ich zur Behandlung kommen?

Das hängt von Ihrem individuellen Behandlungsplan ab. Unser Ziel ist, gemeinsam mit Ihnen eine nachhaltige Besserung zu erreichen.

Kontakt

Sekretariat ambulante Sprechstunde

Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag

Tel. +41 55 451 34 50

schmerzambulanz@spital-lachen.ch

Telefonzeiten Sekretariat

Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag

08:30 – 12:00 Uhr | 13:00 – 16:00 Uhr

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