
Hohe Nachfrage, stabile Versorgung und wachsende Bedeutung für die Notfallversorgung
Verlässliche Versorgung – getragen von Vertrauen und Zusammenarbeit
Die medizinische Versorgung bewegte sich auch 2025 auf einem stabilen Niveau. Die Bettenauslastung lag bei 88 Prozent und unterstreicht die anhaltend hohe Inanspruchnahme. Besonders deutlich zeigt sich die Qualität der Zusammenarbeit in der im 2025 durchgeführten Zuweiserbefragung: 99 Prozent der befragten Ärztinnen und Ärzte würden das Spital Lachen ihren Patientinnen und Patienten weiterempfehlen.
Finanzielle Entwicklung: anspruchsvolles Umfeld, stabile Ausgangslage
Das Geschäftsjahr 2025 schliesst mit einem Betriebsertrag von CHF 125.4 Mio. und einem EBITDA von CHF 3.9 Mio. ab. Damit lag das operative Ergebnis unter dem Vorjahresniveau. Gründe dafür sind insbesondere ein leicht tieferer Umsatz, ein veränderter Fallmix sowie gezielte Investitionen in Personal und Arbeitsbedingungen. Unter dem Strich resultiert ein Verlust von TCHF 287. Dieser fällt deutlich tiefer aus als im Vorjahr, das noch durch ausserordentliche Abschreibungen im Zusammenhang mit dem nicht realisierten Neubauprojekt belastet war. Die Zahlen zeigen: Die wirtschaftlichen Spielräume bleiben eng. Bereits kleinere Veränderungen bei Leistungsmenge oder Fallstruktur wirken sich spürbar auf das Ergebnis aus – bei gleichzeitig notwendigen Investitionen in Personal, Qualität und Infrastruktur. Die finanzielle Basis bleibt dennoch solide: Mit einer Eigenkapitalquote von über 80 Prozent verfügt das Spital Lachen über eine stabile Ausgangslage für die weitere Entwicklung.
Investitionen in Mitarbeitende und Qualität
Ein bewusster Schwerpunkt lag 2025 auf den Mitarbeitenden. Trotz begrenzter finanzieller Spielräume wurde gezielt in Arbeitsbedingungen, Entlastung sowie in Aus- und Weiterbildung investiert. Der Fokus liegt auf der Förderung von Fachkräften, klaren Entwicklungsmöglichkeiten und dem gezielten Ausbau von Ausbildungsplätzen.
Strategie und Infrastruktur: Schrittweise Erneuerung
Mit dem Zielbild 2030+ und der etappierten Gesamterneuerung im Rahmen des Programms PRIME wurden zentrale Grundlagen für die Zukunft geschaffen. Die Weiterentwicklung erfolgt bewusst schrittweise und im laufenden Betrieb – mit dem Ziel, Qualität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit langfristig zu sichern. Parallel dazu wurden die Voraussetzungen für die Einführung des neuen ambulanten Tarifsystems (TARDOC) erarbeitet.
Stimmen zum Geschäftsjahr
Heidi Zbinden, CEO:
«Die hohe Nachfrage zeigt, dass wir als regionales Spital gebraucht werden und grosses Vertrauen geniessen. Gleichzeitig verändert sich die Versorgungslandschaft spürbar. Für uns ist klar: Wir investieren gezielt in unsere Mitarbeitenden, in unsere Prozesse und in unsere Infrastruktur – damit wir auch künftig eine verlässliche Versorgung für die Bevölkerung sicherstellen können.»
Peter Suter, Präsident des Verwaltungsrats:
«Die Zahlen machen deutlich, wie eng die wirtschaftlichen Spielräume geworden sind. Schon kleine Veränderungen haben heute grosse Auswirkungen. Umso wichtiger ist es, dass wir unseren Kurs mit klaren Prioritäten weiterführen und gleichzeitig gezielt in die Zukunftsfähigkeit unseres Spitals investieren.»
Ausblick: Versorgung im Wandel – Verantwortung für die Region
Das Umfeld bleibt herausfordernd. Steigende Kosten, strukturelle Veränderungen und anstehende Investitionen erfordern weiterhin eine sorgfältige Steuerung. Gleichzeitig verändern sich die Versorgungsstrukturen im Kanton Schwyz: Mit der Neuausrichtung der Notfallversorgung in Einsiedeln werden sich Patientenströme weiter verschieben. Als regional verankertes Akutspital kommt dem Spital Lachen dabei eine zunehmend zentrale Rolle in der Notfallversorgung zu. Darauf ist das Spital vorbereitet und entwickelt seine Kapazitäten und Abläufe gezielt weiter. Damit stärkt das Spital Lachen seine Position als verlässlicher Pfeiler der regionalen Gesundheitsversorgung – heute und in Zukunft. Peter Suter, Präsident des Verwaltungsrats: «Leistungsfähige regionale Spitäler sind zentral für die Versorgungssicherheit. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen – für die Bevölkerung und für ein tragfähiges Gesundheitssystem.»
Generalversammlung und Wahlen in den Verwaltungsrat
Die Generalversammlung der Spital Lachen AG hat am 21. Mai 2026 stattgefunden und sämtliche Anträge des Verwaltungsrats genehmigt. Im Verwaltungsrat kommt es zu personellen Veränderungen: Stephan Pals, Vizepräsident und Vertreter der Hirslanden Gruppe, tritt aus dem Gremium zurück. Der Verwaltungsrat dankt ihm für sein Engagement und seinen wertvollen Beitrag zur Entwicklung des Spitals. Als Nachfolger wurde Marco Gugolz, Mitglied der Konzernleitung der Hirslanden Gruppe neu in den Verwaltungsrat gewählt. Ebenfalls neu gewählt wurde Vital Schreiber, Stv. CEO und Chefarzt Chirurgie am Spital Uster. Für eine Übergangsphase wird der Verwaltungsrat damit acht Mitglieder umfassen, bevor er im Folgejahr wieder auf sieben Mitglieder reduziert wird.
Unser Spital
Das Spital Lachen ist ein modernes Gesundheitszentrum am oberen Zürichsee und versorgt jährlich über 48'000 Patientinnen und Patienten ambulant und stationär. Als öffentliches Spital mit rund 850 Mitarbeitenden bietet es ein umfassendes medizinisches Leistungsspektrum auf hohem fachlichen Niveau – von der Grundversorgung bis zu spezialisierten Behandlungen, unter anderem in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie, Frauenklinik, Anästhesie, Notfallmedizin und Radiologie. Mit über 500 Geburten pro Jahr zählt die Frauenklinik zu den bedeutendsten Geburtskliniken der Region. Die enge Zusammenarbeit mit Hausärztinnen und Hausärzten sowie Partnerinstitutionen, der Fokus auf Interdisziplinarität und eine persönliche, empathische Betreuung zeichnen das Spital Lachen ebenso aus wie die konsequente Ausrichtung auf Qualität, Nachhaltigkeit und Weiterentwicklung.

