Unser Leistungsangebot
Wir bieten eine moderne Geburtshilfe, die medizinische Kompetenz mit persönlicher Zuwendung vereint. Ob natürliche Geburt, Kaiserschnitt oder bei Risikoschwangerschaften – wir gehen auf Ihre Bedürfnisse ein und schaffen eine sichere, vertrauensvolle Umgebung für Sie und Ihr Kind.
Unser Angebot auf einen Blick:
- Spontan-, Wasser- und Kaiserschnittgeburten mit direktem Bonding
- Beleggeburten mit unserer Beleghebamme am Spital Lachen
- Individuelle Betreuung durch Hebammen und Ärztinnen/Ärzte
- Geburten in einer familiären Atmosphäre
- 24h-Notfallversorgung und Gebärsaal-Bereitschaft
- Betreuung bei Risikoschwangerschaften
- Ambulante Geburt
- Individuelle Schmerztherapie auf Wunsch (inkl. PDA)
- Akupunktur – zur Förderung von Entspannung und Wohlbefinden
- Aromapflege – sanfte Pflege für Körper und Geist
- Hebammensprechstunde in der Schwangerschaft
- Rooming-in und Wochenbettbetreuung
- Stillberatung 7/24 – kompetente Unterstützung von Anfang an
- Geburtsvorbereitungskurse und Informationsabende
- Rückbildungskurse
- Zusammenarbeit mit Kinderärztinnen und Kinderärzten
- Zusammenarbeit mit dem Kinderspital Zürich
Unser Team
Dr. med. Aysun Duran
Gynäkologie & Geburtshilfe (Belegärztin)
Dr. med. Markus Hengartner
Gynäkologie & Geburtshilfe (Belegarzt)
Dr. med. Beatrice Hung
Gynäkologie & Geburtshilfe (Belegärztin)
Maya Schlegel-Wagner
Beleghebamme am Spital Lachen (+41 79 744 39 01)
Dr. med. Alicja Ditschek
Kinderarztpraxis am Obersee – Lachen (Belegärztin)
Dr. med. Susanne Herzog
Kinderarztpraxis am Obersee – Lachen (Belegärztin)
Dr. med. Eugen Janzen
Kinderarztpraxis Freienbach – Freienbach (Belegarzt)
Dr. med. Jacqueline Meyer Menzi
Kinderarztpraxis am Obersee – Lachen (Belegärztin)
Dr. med. Tanja Murer
Die KINDERarztpraxis Lachen (Belegärztin)
Dr. med. Rainer Schramedei
Kinderarztpraxis am Obersee – Lachen (Belegarzt)

Gut zu wissen
Geburt nach Ihren Wünschen
Ob auf dem Gebärhocker, im Wasser oder auf dem Entbindungsbett – wir unterstützen Sie dabei, Ihre Geburt individuell zu gestalten, solange es die medizinische Situation erlaubt.
Sicherheit rund um die Uhr
Unser geburtshilfliches Team ist jederzeit einsatzbereit – mit Hebammen, Ärztinnen und Ärzten, Anästhesie und Kinderärztinnen/Kinderärzten im Hintergrund.
Wochenbett und Stillen
Auch nach der Geburt betreuen wir Sie liebevoll weiter. Wir unterstützen Sie beim Stillen, beim Umgang mit dem Neugeborenen und beim Hineinwachsen in die neue Rolle als Familie.
- Stillberatung – Wir sind rund um die Uhr (24 Stunden, 7 Tage die Woche) für Sie da.
- Bilirubinkontrollen – Zur Überprüfung der Bilirubinwerte und zur Früherkennung bzw. Kontrolle einer Neugeborenengelbsucht.
- Hörtests – Frühzeitige Überprüfung der Hörfähigkeit Ihres Babys.
- Blutentnahmen – Schonend, sorgfältig und professionell durchgeführt.
Begleitpersonen willkommen
Während der Geburt kann Sie eine Person Ihres Vertrauens begleiten – auch bei einem Kaiserschnitt. Nach der Geburt steht Ihnen ein Familienzimmer (je nach Verfügbarkeit) zur Verfügung.
Vorbereitung und Nachsorge
Nutzen Sie unsere Hebammensprechstunde bereits in der Schwangerschaft und besuchen Sie einen unserer regelmässigen Informationsabende zur Geburt – mit Einblick in unsere Räumlichkeiten und Gelegenheit für Fragen.
Kinderarzt
- Vor dem Austritt wir Ihr Baby von einem Kinderarzt für Neugeborene auf unserer Station umfassend untersucht.
- Der erste Termin beim Kinderarzt findet in der Regel etwa vier Wochen nach der Geburt statt.
- Bitte bringen Sie das Gesundheitsheft zu jedem Arztbesuch mit.
- Die ersten Impfungen werden meist im Alter von etwa zwei Monaten durchgeführt.
- Die Ultraschalluntersuchung der Hüften erfolgt zwischen der zweiten und achten Lebenswoche.
RSV Immunisierung
RSV ist ein häufiges Atemwegsvirus, das bei Säuglingen schwere Atemwegsinfektionen verursachen kann. Besonders gefährdet sind Neugeborene, da ihr Immunsystem und ihre Atemwege noch nicht vollständig entwickelt sind.
Zum Schutz bieten wir allen Neugeborenen, die zwischen 1. Oktober und 31. März geboren werden, auf Wunsch der Eltern eine Immunisierung während des Spitalaufenthalts an.
Alternativ kann die Mutter sich während der Schwangerschaft gegen RSV impfen lassen, wenn der Geburtstermin zwischen Oktober und März liegt.
Baby-Fotoshooting
Die ersten Tage mit Ihrem Baby sind etwas ganz Besonderes. Halten Sie diese wertvollen Momente mit professionellen Fotos fest.
Unsere Babyfotografin besucht Sie während Ihres Aufenthalts im Haus und erstellt in ruhiger, entspannter Atmosphäre liebevolle erste Erinnerungsbilder.
Hilfreiche Adressen & Notfallkontakte
- Halten Sie die Telefonnummer Ihrer nachbetreuenden Fachperson griffbereit.
- Stillberatung – Ambulante Beratung im Spital Lachen: +41 55 451 33 87
- Mutter-Kind-Station: +41 55 451 33 65
- Geburtshilfe-Station: +41 55 451 35 70
- Kinderärztin / Kinderarzt: Bei Unsicherheiten oder Auffälligkeiten erste Anlaufstelle.
- Spitex Kantonalverband Schwyz SKSZ – Fachstelle Frühe Kindheit / Mütter- und Väterberatung
- Fachverband Mütter- und Väterberatung: www.sf-mvb.ch
- Elternnotruf: www.elternnotruf.ch – Rund um die Uhr Unterstützung für Familien in Belastungssituationen; vertraulich und auf Wunsch anonym.
Beckenbodenrückbildung
- Schwangerschaft und Geburt können den Beckenboden schwächen. Dies kann sich beispielsweise durch ungewollten Urinverlust zeigen.
- Eine aufrechte Körperhaltung sowie richtiges Bücken und Heben unterstützen die Beckenbodenmuskulatur.
- Rückbildungsgymnastik wird empfohlen:
- nach einer normalen Geburt frühestens nach 6–8 Wochen
- nach einem Kaiserschnitt frühestens nach 12 Wochen
- Belastende Sportarten sollten frühestens 6–9 Monate nach der Geburt wieder aufgenommen werden.
- Welche Sportarten geeignet sind, besprechen Sie am besten mit Ihrer Physiotherapeutin oder Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt.
Fachstelle "Frühe Kindheit"
Die Fachstelle Frühe Kindheit begleitet und unterstützt Eltern von Geburt an bei Fragen rund um die Entwicklung ihres Kindes.
Die Fachpersonen beraten Sie kompetent zu den Themen körperliche, seelische und geistige Entwicklung, Stillen, Ernährung, Pflege, Beziehung und Erziehung. Sie stehen Ihnen in Ihrer Rolle als Mutter und Vater zur Seite und unterstützen Sie bei den vielfältigen Herausforderungen des Familienalltags.
Unser Angebot
- Das Angebot richtet sich an alle Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern.
- Wir bieten Telefonsprechstunden, Hausbesuche sowie Beratungen in der Beratungsstelle an.
- Die Beratung ist freiwillig, vertraulich und in der Regel kostenlos.
Beleghebamme am Spital Lachen
Mehr erfahren
Im Spital Lachen können Sie sich für eine Beleggeburt entscheiden. Dieses Angebot ermöglicht eine besonders persönliche und intime Geburtserfahrung für Frauen, die sich eine selbstbestimmte Geburt in ruhiger und ungestörter Atmosphäre wünschen.
Eine Beleghebamme begleitet Sie bereits während der Schwangerschaft, betreut Sie während der Geburt im Spital und unterstützt Sie auch in den ersten Wochen nach der Geburt. Durch diese kontinuierliche Begleitung entstehen Vertrauen und Sicherheit, was von vielen Frauen als besonders wertvoll erlebt wird.
Für Frauen mit einer unkomplizierten Schwangerschaft, die sich mit diesem Betreuungskonzept wohlfühlen, kann die Beleggeburt eine sehr gute Möglichkeit sein, den Geburtsprozess in einer vertrauten und sicheren Umgebung zu gestalten.
Kontakt aufnehmen
Folgende Hebamme bietet Beleggeburten im Spital Lachen an:
Maya Schlegel-Wagner
Freipraktizierende Hebamme HF
Pilgerweg 11, 8805 Richterswil
079 744 39 01
Stillberatung am Spital Lachen
Stillberatung ist eine Dienstleistung der Frauenklinik am Spital Lachen, bei der Sie von einer Still- und Laktationsberaterin professionelle Unterstützung und Begleitung rund ums Stillen erhalten.Wir bieten Beratungen während der Schwangerschaft, während dem stationären Aufenthalt und ambulant an. Die Kosten für drei Stillberatungen werden von der Krankenkasse übernommen.
Wir beraten Sie zu folgenden Themen
- Vorbereitung auf das Stillen, besonders nach schwieriger Stillerfahrung
- Kolostrumbanking
- Ansetzschwierigkeiten
- Wunde/Schmerzhafte Brustwarzen
- Schmerzfreie Lasertherapie
- Milchstau/Brustentzündung/Pilzerkrankung
- Zu wenig Milch/zu viel Milch
- Frühgeborene und kranke Kinder ansetzen
- Stillen von Zwillingen
- Stillen im Berufsalltag
- Umgang und Aufbewahrung von Muttermilch
- Stillen bei Medikamenteneinnahme
- Abstillen
- Stillhilfsmittel
- Vermietung von Brustpumpen
Ernährung für die stillende Mutter
Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung unterstützt Sie und Ihr Baby während der Stillzeit. Geben Sie Ihrem Körper Zeit, sich nach der Geburt zu erholen – eine schnelle Gewichtsabnahme ist nicht notwendig.
Grundsätzlich gibt es keine verbotenen Lebensmittel. Beobachten Sie Ihr Baby, da die Verträglichkeit einzelner Speisen individuell sein kann.
Trinken Sie zu jeder Stillmahlzeit ein Glas Wasser oder ungesüssten Tee. Salbei- und Pfefferminztee können die Milchbildung reduzieren und eignen sich bei Bedarf zum Abstillen. Übermässiger Konsum von künstlich gesüssten oder kohlensäurehaltigen Getränken kann beim Kind Blähungen verursachen.
Nikotin und Alkohol während der Stillzeit
Auf den Konsum von Nikotin und Alkohol soll verzichtet werden.
Koffeinhaltige Getränke empfehlen wir nur in Massen und möglichst nach dem Stillen zu konsumieren.
Pflege der Brust und Brustwarzen
Luft und Muttermilch sind die beste Pflege für die Brustwarzen. Bei Bedarf erhalten Sie von Ihrer zuständigen Fachperson geeignete Pflegeprodukte.
Wechselnde Stillpositionen sowie korrektes An- und Absetzen Ihres Babys schonen die Brustwarzen.
Verwenden Sie parfümierte Kosmetikprodukte nur sparsam und niemals auf den Brustwarzen.
Reinigung von Hilfsmitteln wie Nuggi, Stillhütchen und Flaschen
Hilfsmittel nach jedem Gebrauch reinigen.
Während der ersten drei Lebensmonate 1–2 Mal pro Woche für 5–10 Minuten auskochen.
Materialien sauber und trocken aufbewahren.
Flaschenaufsätze und Nuggis gehören weder in den Mund von Erwachsenen noch von Geschwistern.
Informationen zum Gebrauch des Stillhütchens
Feuchten Sie das Stillhütchen vor dem Gebrauch an und achten Sie auf die korrekte Positionierung.
Für einen optimalen Milchfluss empfiehlt es sich, die Brust vor dem Anlegen zu massieren, um den Milchspendereflex auszulösen.
Durch den Einsatz eines Stillhütchens kann sich die Milchmenge verringern oder die Brust unzureichend entleert werden, was zu einem Milchstau führen kann. Zusätzliches Abpumpen kann notwendig sein.
Beobachten Sie die Gewichtszunahme Ihres Kindes aufmerksam.
Das Anlegen ohne Stillhütchen sollte angestrebt werden. Unterstützung erhalten Sie durch Ihre nachbetreuende Fachperson oder Stillberaterin.
Empfehlungen zum Einsatz von Schnullern (Nuggis)
Beruhigen Sie Ihr Kind zuerst durch Körpernähe, Tragen, Singen oder Schaukeln.
Der Einsatz von Nuggis kann das Saugverhalten Ihres Kindes beeinflussen. Dadurch kann es zu einer verminderten Milchproduktion und in der Folge zu einer geringeren Gewichtszunahme kommen.
Setzen Sie Nuggis erst ein, wenn das Stillen gut etabliert ist.
Der Einsatz von Nuggis sollte nach dem Grundsatz erfolgen: «So wenig wie möglich, so viel wie nötig».
Milchaufbewahrung und Haltbarkeit von Muttermilch
Muttermilch ist im Kühlschrank bis zu 3 Tage und im Gefrierschrank bei minus 19°C bis zu 6 Monate haltbar.
Bewahren Sie die Milch in gut verschlossenen Behältern auf und beschriften Sie diese mit dem Abpumpdatum.
Nur bereits gekühlte Muttermilch darf zusammengegossen werden.
Tiefgefrorene Milch langsam im Wasserbad auftauen und erwärmen (nicht in der Mikrowelle).
Aufgetaute Muttermilch innerhalb von 24 Stunden aufbrauchen.
Bei einem Soor sollte Muttermilch nicht eingefroren werden.
Wichtig: Muttermilch darf nur einmal erwärmt werden.
Brustbeschwerden
Bei Schmerzen, Überwärmung der Brust, Kopf- oder Gliederschmerzen, Hautrötungen oder Fieber wenden Sie sich bitte umgehend an Ihre nachbetreuende Fachperson, Stillberaterin oder Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.
Tipps:
- Vor dem Stillen feuchtwarme Kompressen für 10 Minuten auflegen oder eine warme Dusche nehmen.
- Die Brust vor, während oder nach dem Stillen sanft massieren.
- Die betroffene Brust alle 2–3 Stunden entleeren, durch Stillen, Ausstreichen oder Abpumpen.
- Legen Sie Ihr Kind so an, dass der Unterkiefer in Richtung der betroffenen Bruststelle zeigt, damit dieser Bereich besser entleert wird.
- Nach dem Entleeren kühlende Kompressen für 10–15 Minuten auflegen (z. B. Cold Packs aus dem Kühlschrank oder Quarkwickel).
Brustmassage
Um Ihre Brust vorzubereiten, legen Sie Ihre Hände flach auf die Brust und massieren Sie mit leichtem Druck das Brustdrüsengewebe der gesamten Brust. Anschliessend streichen Sie zur Anregung des Milchspendereflexes die Brust vom Ansatz bis über die Brustwarze hinweg.
Die Brustmassage unterstützt die Wahrnehmung und Kontrolle der Brust, kann die Milchbildung anregen und den Milchspendereflex auslösen. Sie kann vor dem Stillen angewendet werden und erleichtert das Ausstreichen der Muttermilch von Hand.
Manuelles Gewinnen von Muttermilch
Der Daumen wird von der oberen Brustseite ca. 2 bis 3 cm hinter der Brustwarze platziert. Zeigefinger und Mittelfinger werden an der gleichen Stelle unterhalb der Brust hingelegt.
Nun drücken Sie die Brust waagrecht Richtung Brustkorb. Die Finger bleiben an der Brust.
Daumen und Finger werden jetzt nach vorne gerollt. Durch diese Bewegungen werden die Milchkammern entleert.
Kolostrumbanking
Kolostrum (Vormilch) wird bereits im letzten Drittel der Schwangerschaft gebildet.
Besonders bei Gestationsdiabetes oder Diabetes mellitus kann die Gewinnung und Aufbewahrung von Kolostrum ab 37+0 Schwangerschaftswochen sinnvoll sein. Es kann dem Kind nach der Geburt zusätzlich angeboten werden und den Einsatz von Formula-Nahrung reduzieren.
Auch ohne besondere Indikation kann es hilfreich sein, die Brustmassage und das manuelle Gewinnen von Muttermilch bereits vor der Geburt kennenzulernen.
Gerne beraten und instruieren wir Sie zum Kolostrumbanking.
Gerne dürfen Sie mit uns Kontakt aufnehmen. 055 451 35 70 oder 055 451 33 87
Kontakt aufnehmen
+41 55 451 33 87 stillberatung@spital-lachen.ch
Häufige Fragen
Muss ich mich für die Geburt anmelden?
Ja, wir empfehlen eine frühzeitige Anmeldung. So können wir Ihre Wünsche besser berücksichtigen und Sie umfassend beraten.
Kann ich selbst entscheiden, wie ich gebären möchte?
Ja – im Rahmen der medizinischen Möglichkeiten gestalten wir die Geburt nach Ihren Vorstellungen. Ihre Sicherheit und die des Kindes stehen dabei immer im Vordergrund.
Welche Schmerzlinderungen stehen zur Verfügung?
Wir bieten verschiedene Möglichkeiten an – von natürlichen Methoden über Lachgas bis hin zur Periduralanästhesie (PDA). Sie entscheiden, was für Sie passt.
Was passiert bei einem Notfall während der Geburt?
Unser interdisziplinäres Team ist jederzeit bereit, schnell und professionell zu handeln – auch bei unerwarteten Komplikationen.
Wie lange bleibe ich nach der Geburt im Spital?
Das hängt von Ihrer Situation ab. In der Regel bleiben Mutter und Kind drei bis fünf Tage. Auch ambulante Geburten sind nach Rücksprache möglich.
Hinweise zur Kinderpflege für zu Hause (A–Z)
Augenpflege
- Leicht verklebte Augen können mit einem feuchten Tuch sorgfältig vom äusseren zum inneren Augenwinkel hin ausgewaschen werden.
- Befeuchten Sie das Tuch mit sauberem Wasser oder einer physiologischen Kochsalzlösung (NaCl 0,9 %).
- Für jedes Auge ein separates Tuch/Tuchzipfel verwenden.
- Bei stark verklebten oder geröteten Augen suchen Sie bitte Ihren Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt auf.
Ausscheidung
- Die Windeln sollten täglich 4–5-mal gut nass sein.
- Gestillte Babys haben häufig mehrmals täglich Stuhlgang, manchmal aber auch nur alle paar Tage. Ein Abstand von bis zu 8 Tagen kann dabei normal sein.
- Babys mit Flaschennahrung haben in der Regel täglich bis alle drei Tage Stuhlgang.
- Die Stuhlfarbe kann von gelb über grün bis grünlich-braun variieren.
- Beachten Sie die Stuhl-Farbkarte im Gesundheitsheft Ihres Kindes.
Baden
- Ein Bad pro Woche ist in der Regel ausreichend.
- Baden Sie Ihr Baby, wenn es wach, zufrieden und satt ist.
- Achten Sie auf eine Wassertemperatur von ca. 37 °C.
- Pflegeprodukte oder Badezusätze sind in den ersten Lebenswochen nicht notwendig.
- Trocknen Sie Ihr Baby nach dem Baden sorgfältig ab, insbesondere in den Hautfalten.
- Ein Bad kann entspannend und beruhigend wirken.
Beruhigen – wie Sie Ihr Baby unterstützen können
- Weinen kann auch eine Reaktion auf neue oder zu viele Eindrücke sein und hilft Ihrem Baby, diese zu verarbeiten.
- Beruhigend wirken können: Bonding, Pucken, sanfte Bauchmassage im Uhrzeigersinn, Tragen und viel Körperkontakt (z. B. im Tragetuch).
- Ein Tragetuch bietet Ihrem Baby Nähe, Sicherheit und Geborgenheit.
- Warme Wickel (z. B. Kirschkernkissen) auf den Bauch oder ein warmes Bad können entspannend wirken.
- Schaffen Sie eine ruhige und entspannte Atmosphäre.
- Bei Bedarf kann auch eine osteopathische Beratung unterstützend sein.
Geben Sie sich und Ihrem Baby Zeit, sich kennenzulernen, und vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl.
Wenn Ihr Baby anhaltend und ohne erkennbaren Grund weint, holen Sie sich frühzeitig Unterstützung bei einer Fachperson.
Bonding
- Häufiger Hautkontakt vermittelt Ihrem Baby Sicherheit und Geborgenheit.
- Bonding stärkt die Eltern-Kind-Bindung, fördert die Milchbildung und unterstützt das Wohlbefinden Ihres Babys.
- Ein Tragetuch oder eine Tragehilfe erleichtert den engen Körperkontakt im Alltag.
Gesässpflege
- Den Windelbereich mit Wasser reinigen und anschliessend sanft trocken tupfen.
- Bei Rötungen oder einem wunden Po viel Luft an die Haut lassen und eine dünn aufgetragene Pflegecreme verwenden.
- Bei ausbleibender Besserung kann eine zinkhaltige Salbe angewendet werden.
- Hält die Rötung länger als 2–3 Tage an, wenden Sie sich bitte an eine Fachperson oder Ihre Kinderärztin bzw. Ihren Kinderarzt.
Haare
- Eine regelmässige Haarpflege kann helfen, Milchschorf vorzubeugen.
- Tägliches sanftes Bürsten der Kopfhaut fördert die Durchblutung und entfernt Schuppen.
Hautpflege
- Die Haut Ihres Babys ist in den ersten Lebenswochen noch nicht vollständig ausgereift und besonders empfindlich.
- Grundsätzlich sind keine Pflegeprodukte notwendig, da sie die Hautporen belasten können.
- Kontrollieren Sie die Hautfalten täglich.
- Bei trockener Haut kann eine rückfettende Lotion verwendet werden.
Lagerung / Schlafposition / Plötzlicher Kindstod
- Die Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie empfiehlt die Rückenlage zum Schlafen, da diese das Risiko für den plötzlichen Kindstod reduziert.
- Unter Aufsicht darf Ihr Baby tagsüber auch in Bauch- oder Seitenlage liegen.
- Ihr Baby sollte in einem eigenen Bett schlafen.
- Die ideale Raumtemperatur im Schlafzimmer beträgt 18–20 °C.
- Lüften Sie mehrmals täglich, vermeiden Sie jedoch Durchzug.
- Verwenden Sie einen passenden Schlafsack und verzichten Sie auf Kissen und Federdecken.
- Achten Sie auf einen freien Kopfbereich im Bett; verzichten Sie auf Stofftiere, Felle und andere weiche Gegenstände.
- Alle Wohnräume sollten rauchfrei sein.
Nabelpflege
- Den Nabelstumpf sauber und trocken halten, bis er abgefallen und der Nabel vollständig verheilt ist.
- Bei Bedarf kann eine Desinfektion mit einem alkoholhaltigen Desinfektionsmittel erfolgen.
- Bei Anzeichen einer Infektion wie Rötung, Schwellung oder Fieber wenden Sie sich bitte an Ihre nachbetreuende Fachperson oder Ihre Kinderärztin bzw. Ihren Kinderarzt.
Nagelpflege
- In den ersten drei Lebenswochen können die Fingernägel mit etwas PureLan oder Öl sanft weich massiert werden.
- Ab der 3.–4. Lebenswoche können die Nägel vorsichtig gerade geschnitten werden.
Nasenpflege
- Eine verstopfte Nase vorsichtig mit einem feuchten, zwischen den Fingern gedrehten Wattebausch reinigen.
- Keine Wattestäbchen verwenden.
- Bei verstopfter Nase kann ein Tropfen physiologische Kochsalzlösung (NaCl 0,9 %) pro Nasenloch helfen, das Sekret zu lösen.
Ohrenpflege
- Das Ohr reinigt sich von selbst. Es genügt, die Ohrmuschel und den äusseren Gehörgang vorsichtig mit gedrehter Watte zu reinigen.
- Verwenden Sie keine Wattestäbchen, da Verletzungsgefahr besteht.
Spazieren gehen
- Spazieren gehen ist jederzeit möglich. Achten Sie darauf, dass Ihr Baby der Jahreszeit entsprechend gekleidet ist.
- Verwenden Sie einen Kopfschutz und schützen Sie die Haut vor direkter Sonneneinstrahlung.
- Lässt sich direkte Sonne nicht vermeiden, verwenden Sie geeignete Sonnenschutzprodukte für Babys.
Tag- und Nacht-Rhythmus
- Neugeborene können noch nicht zwischen Tag und Nacht unterscheiden. Der Schlaf-Wach-Rhythmus entwickelt sich allmählich.
- In den ersten Lebenswochen schlafen Babys meist 14–18 Stunden pro Tag.
- Ab dem zweiten Lebensmonat nimmt das Schlafbedürfnis langsam ab. Ihr Baby ist zunehmend länger wach und sucht mehr Kontakt und Aufmerksamkeit.
Temperatur
- Die Körpertemperatur Ihres Babys muss nicht regelmässig gemessen werden. Oft lässt sie sich durch Fühlen im Nacken oder an der Stirn gut einschätzen.
- Die normale Körpertemperatur liegt bei Kindern etwa zwischen 36,5 und 37,5 °C.
- Fühlt sich Ihr Kind heiss oder ungewöhnlich warm an, messen Sie die Temperatur.
- Bei abweichender Temperatur passen Sie zunächst die Kleidung an und kontrollieren Sie die Temperatur nach etwa einer Stunde erneut.
- Bei einer Körpertemperatur von über 38,0 °C oder einem schlechten Allgemeinzustand kontaktieren Sie bitte umgehend Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt.
Tragetuch / Tragehilfe
- Wenn Sie ein Tragetuch oder eine Tragehilfe gerne nutzen, können Sie dies jederzeit tun. Ihr Baby fühlt sich darin geborgen und ist häufig ruhiger und ausgeglichener.
- Achten Sie darauf, dass Ihr Baby Ihnen zugewandt getragen wird. So ist es gut gestützt und vor zu vielen Reizen geschützt.
Unwohlsein / Bauchkoliken
- Gründe für die Unzufriedenheit Ihres Babys können Hunger, eine unbequeme Lage, eine volle Windel, eine ungeeignete Körpertemperatur (zu warm oder zu kalt), Schmerzen, das Bedürfnis nach Nähe oder Müdigkeit sein.
- Weinen ist die einzige Möglichkeit Ihres Babys, sich mitzuteilen und Bedürfnisse auszudrücken.
- In den ersten Lebenswochen können Blähungen und Bauchkoliken auftreten.
- Besonders am Abend sind viele Babys unruhiger, möchten häufiger trinken und brauchen mehr Nähe und Aufmerksamkeit.
Vitamin D (Empfehlung des BAG)
- Ab Spitalaustritt bis zum 3. Geburtstag wird die Gabe von Vitamin D in Tropfenform empfohlen.
- Vitamin D unterstützt die normale Knochenbildung und fördert die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung.
Kontakt und Anmeldung
Tel. +41 55 451 33 14
Montag bis Freitag
08:00 – 17:00 Uhr
Unsere 24-Stunden-Kontakte
24-Stunden-Betrieb
Tel. + 41 55 451 35 70
24-Stunden-Betrieb
Tel. + 41 55 451 33 30
24-Stunden-Betrieb
Tel. + 41 55 451 33 87






