Zuverlässige Versorgung bei anhaltend hoher Nachfrage
Das Spital Lachen hat auch im Jahr 2025 seine Aufgabe als zuverlässiger Leistungserbringer der regionalen Gesundheitsversorgung erfüllt. Die Nachfrage nach medizinischen Leistungen blieb hoch und bestätigt das anhaltende Vertrauen der Bevölkerung in eine qualitativ hochwertige, wohnortsnahe Versorgung.
Mit insgesamt 48’817 stationär und ambulant behandelten Patientinnen und Patienten wurde erneut ein Höchstwert erreicht (Vorjahr 47’672). Gleichzeitig setzte sich der strukturelle Trend hin zu ambulanten Behandlungsformen fort. Diese Entwicklung stellt hohe Anforderungen an Organisation, Prozesse und Mitarbeitende und prägt den Spitalalltag zunehmend.
Trotz dieses strukturellen Wandels konnte das Spital Lachen auch 2025 eine hohe operative Leistungsfähigkeit sicherstellen. Die stationäre Versorgung, die operative Tätigkeit sowie die Geburtshilfe bewegten sich auf einem stabilen, hohen Niveau. Eine durchschnittliche Bettenauslastung von 88% verdeutlicht die anhaltend hohe Inanspruchnahme und die Leistungsfähigkeit der Organisation. Die Ergebnisse der Zuweiserbefragung bestätigten eine hohe Zufriedenheit mit der Zusammenarbeit und der medizinischen Leistungserbringung: 99% der zuweisenden Ärztinnen und Ärzte würden das Spital Lachen weiterempfehlen. Ein vergleichbar positives Bild zeigt sich auch bei den behandelten Patientinnen und Patienten. 80 % Weiterempfehlungsrate und 75 % positive Bewertungen unterstreichen das Vertrauen in Betreuung, Kompetenz und Zusammenarbeit am Spital Lachen. Möglich wurde dies durch eingespielte Abläufe, eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit und den täglichen Einsatz der Mitarbeitenden.
«Die Zahlen machen deutlich, wie eng die wirtschaftlichen Spielräume geworden sind. Schon kleine Veränderungen haben heute grosse Auswirkungen. Umso wichtiger ist es, dass wir unseren Kurs mit klaren Prioritäten weiterführen und gleichzeitig gezielt in die Zukunftsfähigkeit unseres Spitals investieren.»
Peter Suter, Präsident des Verwaltungsrates
Das Geschäftsjahr 2025 schliesst mit einem Betriebsertrag von CHF 125.4 Mio. und einem EBITDA von CHF 3.9 Mio. ab. Damit lag das operative Ergebnis unter dem Vorjahresniveau. Gründe dafür sind insbesondere ein leicht tieferer Umsatz, ein veränderter Fallmix sowie gezielte Investitionen in Personal und Arbeitsbedingungen. Unter dem Strich resultiert ein Verlust von TCHF 287. Dieser fällt deutlich tiefer aus als im Vorjahr, das noch durch ausserordentliche Abschreibungen im Zusammenhang mit dem nicht realisierten Neubauprojekt belastet war. Die Zahlen zeigen: Die wirtschaftlichen Spielräume bleiben eng. Bereits kleinere Veränderungen bei Leistungsmenge oder Fallstruktur wirken sich spürbar auf das Ergebnis aus – bei gleichzeitig notwendigen Investitionen in Personal, Qualität und Infrastruktur. Die finanzielle Basis bleibt dennoch solide: Mit einer Eigenkapitalquote von über 80 Prozent verfügt das Spital Lachen über eine stabile Ausgangslage für die weitere Entwicklung.
«Wir investieren gezielt in unsere Mitarbeitenden, in unsere Prozesse und in unsere Infrastruktur – damit wir auch künftig eine verlässliche Versorgung für die Bevölkerung sicherstellen können.»
Heidi Zbinden, CEO des Spitals Lachen
Ein bewusster Schwerpunkt lag auch 2025 auf den Mitarbeitenden. Trotz begrenzter finanzieller Spielräume wurde gezielt in Entlastung, faire Arbeitsbedingungen sowie in Aus- und Weiterbildung investiert. Diese Entscheidungen sind kostenintensiv, aber notwendig, um Qualität, Verlässlichkeit und Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten. Die ergriffenen Massnahmen zeigten Wirkung: Die Fluktuation konnte gegenüber dem Vorjahr substantiell reduziert werden.
Parallel dazu wurden wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Mit dem Zielbild 2030+ und der etappierten Gesamterneuerung unter dem Programm PRIME wurde ein strategischer Rahmen geschaffen, um das Spital schrittweise weiterzuentwickeln – bei laufendem Betrieb und verantwortungsvollem Mitteleinsatz. Zudem wurden die Grundlagen für die Einführung von TARDOC, dem neuen schweizweiten Tarif für ambulante ärztliche Leistungen, einschliesslich der neuen ambulanten Pauschalen, erarbeitet.
Die Leistungen des Berichtsjahres sind das Ergebnis des täglichen Engagements vieler Beteiligter. Unser Dank gilt den Mitarbeitenden in allen Bereichen ebenso wie den zuweisenden Ärztinnen und Ärzten sowie unseren Allianz- und Kooperationspartnern. Ihr Fachwissen, ihr Engagement und die konstruktive Zusammenarbeit bilden gemeinsam das Fundament einer wohnortsnahen und qualitativ hochstehenden Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung der Bezirke.